Weltweit tätiges deutsches Unternehmen

Weltweit tätiges deutsches Unternehmen konsolidiert Backup und Recovery auf einheitliche Commvault-Lösung

Ein Familienunternehmen mit Stammsitz in Nordrhein-Westfalen entwickelt und produziert elektronische und mechatronische Produkte, insbesondere für die Automobilindustrie. Aus Gründen der Compliance und Resilienz ist das Thema Backup und Recovery besonders wichtig für das Unternehmen, das mittlerweile an mehreren Dutzend Standorten auf fünf Kontinenten tätig ist.
Backup und Recovery lagen jedoch längere Zeit in der Verantwortung der IT-Fachkräfte an den jeweiligen Standorten. Dies hatte zur Folge, dass das Unternehmen wenig Standardisierung und zentrale Kontrolle über den globalen Datenbestand hatte. Die Prozesse für Backup und Recovery waren global gesehen sehr aufwändig, fehleranfällig, komplex und schwer zu verwalten. Die damalige Backup-Lösung auf Tape war zudem der Datenflut nicht mehr gewachsen. Das Unternehmen hatte dadurch einen immensen Verbrauch an Speichermedien und hinzukam, dass größere Datensicherungen langwierig waren.

Vereinheitlichung der globalen Backup-Architektur mit Commvault-Lösung

Anfang der 2020er-Jahre fiel die Entscheidung, die Backup-Lösung unternehmensweit zu vereinheitlichen. Entscheidend war ein zentrales Management, um global alle Backups aller Standorte über ein Tool steuern zu können. Dieses sollte leicht zu administrieren sein, da nicht alle IT-Fachkräfte weltweit ausgewiesene Backup-Experten sind.
Von NetApp, einem Storage-Partner des Unternehmens, kam die Empfehlung, sich an DMP zu wenden, da NetApp mit DMP bereits viele Projekte erfolgreich realisiert hatte. Das neue Backup-Tool sollte so viele Anwendungen und Schnittstellen unterstützen wie möglich und eine einfache Skalierung bieten. Das Unternehmen benötigte Unterstützung für Exchange, VMware, Oracle DB, SQL etc. und insbesondere für NetApp-Storage und die NetApp-Replikation. Weitere Anforderungen waren SnapShot-Funktionalität, also unter anderem, VMs via Snapshot auf NetApp sichern zu können.
In Zusammenarbeit mit DMP entstand daraus ein Konzept für eine Commvault-Lösung. DMP installierte diese im Rechenzentrum in Deutschland für ein Proof of Concept (PoC). Beim PoC zeigte sich, dass Commvault gegenüber vergleichbaren Lösungen die Anforderungen wesentlich besser abdecken konnte. Commvault Data Protection Advance, mittlerweile Commvault Cloud, stellt Funktionen wie intelligente Deduplizierung, IntelliSnap-Snapshots und Verschlüsselung zum Schutz einer Vielzahl von Workloads bereit. Das interne IT-Team hat darauf zunächst mehrere Datenbanken, das ERP-System und weitere Ressourcen zunächst in Deutschland gesichert. Anschließend folgte der unternehmensweite Rollout der Lösung in Europa, dann in Amerika und Asien.

Ergebnis kann sich sehen lassen – bessere Kontrolle über alle Geschäftsdaten weltweit

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Bedienung erfolgt intuitiv, mit wenig manuellem Aufwand auf einer hervorragenden Konsole. Dank übersichtlicher Dashboards haben die Verantwortlichen alles im Blick. Problemlos ist auch die einfache Umsetzung von Policies über alle Standorte hinweg, anpassbar für alle Regionen. Das Unternehmen weiß somit stets, wo seine Daten sind, und erhält dafür auch ein exzellentes Feedback bei Audits von externen Prüfern.

In On-Premises-Umgebungen kommt S3 Storage von NetApp zum Einsatz. Die Systeme sind jeweils redundant installiert in zwei Rechenzentren pro Region für Europa, Asien und Amerika. Backup und Storage erfolgen nach lokalen Vorgaben, in Europa entsprechend der DSGVO. Diese lokalen Rechenzentren sind wichtig, da die Kunden des Unternehmens, darunter Automobilhersteller in Europa, teils sehr spezifische hohe Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit stellen.
Das Unternehmen speichert mit Commvault aktuell rund 2.300 virtuelle Maschinen, MS Exchange Directory, 75 virtuelle Azure-Maschinen und mehr. Eine wichtige Commvault-Funktion, die zum Einsatz kommt, ist Cleanroom, eine abgekapselte Umgebung für den Fall der Fälle, mit der sich Daten aus einer Air-gapped-Umgebung schnell wieder einlesen lassen.

Bemerkenswert ist auch die Effizienz der Commvault DeDup Engine. So ist es gelungen, knappe 80 Petabyte and Rohdaten auf insgesamt nur 15 Petabyte herunter zu deduplizieren. Hierzu zählen beispielsweise On-Prem-Workloads, Azure SQL-Inhalte und Azure-VMs.

Sehr gute Erfahrungen mit DMP – von der Beratung, über die Umsetzung bis zum Betrieb

Das Familienunternehmen hat sehr gute Erfahrungen mit DMP bereits während der Beratung gemacht. Das IT-Team schätzt vor allem die persönliche Beratung vor Ort, das ehrliches Feedback und den lösungsorientierten, offenen Umgang miteinander. Obwohl das Projekt in der Corona-Zeit begann, lief die Umsetzung reibungslos. So hat DMP hat immer eine Lösung gefunden, auch wenn die Umstände schwierig waren, insbesondere infolge von Lockdowns während der Pandemie.

Eine weitere Herausforderung ergab sich mit der russischen Invasion in die Ukraine ab Frühjahr 2022, da sich eine Niederlassung des Unternehmens nahe der Front im Donbas befand. Das Unternehmen hat daher zu Kriegsbeginn mit Hilfe von DMP alle Daten vom dortigen Standort innerhalb eines halben Tages nach Deutschland gesichert und eine komplette Replikation aller Daten aus der Ukraine nach Deutschland realisiert. Heute denkt das IT-Team über das Backup von M365 nach und wird sich künftig verstärkt mit dem Thema Backup von Containern beschäftigen.

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